Es gibt einen Satz, den ich in Coaching-Gesprächen besonders aufhorchen lasse: „Ich bin müde. Aber das ist normal — bei dem Job."
Müdigkeit ist normal. Chronische Erschöpfung, die sich auch nach dem Urlaub nicht auflöst — nicht.
WARUM DIE GEFÄHRDUNG SO HOCH IST
- Doppelte Loyalitätspflicht: Nach oben Ergebnisse liefern, nach unten das Team schützen.
- Permanente Verfügbarkeit: Der Maschinenausfall kennt keine Arbeitszeiten.
- Fehlende Anerkennung: Wenn alles läuft, bemerkt es niemand. Wenn etwas schiefgeht, ist die Führungskraft verantwortlich.
- Isolation: Führungskräfte können nicht mit ihrem Team über alles reden.
- Identitätsverschmelzung: „Ich bin meine Leistung." Wer ausfällt, fühlt sich als Versager.
FRÜHE WARNSIGNALE
- Montags bereits das Gefühl, schon erschöpft zu sein
- Zynismus gegenüber Dingen, die früher wichtig waren
- Kleinigkeiten lösen überproportionale Reaktionen aus
- Schwierigkeiten beim Abschalten nach der Arbeit
- Das Gefühl: egal was man tut, es ist nie genug
- Körperliche Symptome ohne klare Ursache
WAS WIRKLICH HILFT
Das Warum wiederfinden
Eine Frage für einmal im Monat: Was war diese Woche der Moment, in dem ich das Richtige getan habe? Nicht der größte Erfolg — der richtige Moment.
Klare Grenzen kommunizieren
„Ich bin nach der Spätschicht nicht erreichbar" ist kein Egoismus — es ist die Voraussetzung dafür, am nächsten Tag wieder führen zu können.
Ehrliche Gespräche statt heroischer Isolation
Das größte Präventionswerkzeug ist gleichzeitig das am wenigsten genutzte: ehrlich über das eigene Erleben sprechen. Nicht mit dem Team — aber mit einem Coach, einem Vertrauensmenschen, einem Mentor.
„Die Frage ist nicht: Bin ich erschöpft? Die Frage ist: Erholt sich meine Erschöpfung noch — oder akkumuliert sie sich?"
— Jannis Quint
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